<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Sisyphos</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sisyphos"> <link href="./_mw_/ext.cite.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Sisyphos rootpage-Sisyphos skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Sisyphos</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Sisyphos</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Σίσυφος</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Latn{font-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","Avant Garde Gothic","Calibri","Futura","Geneva","Gill Sans","Helvetica","Lucida Grande","Lucida Sans Unicode","Lucida Grande","Stone Sans","Tahoma","Trebuchet","Univers","Verdana"}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">Sísyphos</span>, <a href="Latinisierung" title="Latinisierung">latinisiert</a> <i>Sisyphus</i>) ist eine Figur der <a href="Griechische_Mythologie" title="Griechische Mythologie">griechischen Mythologie</a>. Er war ein Sohn des <a href="Aiolos_(Stammvater)" title="Aiolos (Stammvater)">Aiolos</a> und König in <a href="Korinth_(antike_Stadt)" title="Korinth (antike Stadt)">Korinth</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sisyphos zeichnete sich durch große Weisheit aus und trug stark zur Vergrößerung Korinths bei.
</p><p>Heute bekannt ist er vor allem in seiner Funktion im Volksglauben als <a href="Schalk" title="Schalk">Schalk</a>, gerissenes <a href="Schlitzohr" class="mw-redirect" title="Schlitzohr">Schlitzohr</a> und Urbild des Menschen und Götter verachtenden „Frevlers“, dem es durch skrupellose Schlauheit mehrfach gelingt, trickreich den Tod zu überlisten und den Zustrom zum Hades zu sperren, indem er den Todesgott <a href="Thanatos_(Mythologie)" title="Thanatos (Mythologie)">Thanatos</a> fesselt. Nach dessen Befreiung wird Sisyphos festgesetzt, aber es gelingt dem Toten mit einer List, erneut ins Leben zurückzukehren: Er befiehlt seiner Frau, der <a href="Plejaden_(Mythologie)" title="Plejaden (Mythologie)">Plejade</a> <a href="Merope_(Tochter_des_Atlas)" title="Merope (Tochter des Atlas)">Merope</a>, ihn nicht zu bestatten und keine Totenopfer für ihn darzubringen. Um dieses Ärgernis zu regeln, entlässt ihn Thanatos noch einmal ins Leben, wodurch Sisyphos dem Tod ein weiteres Mal entgeht.
</p><p>Sprichwörtlich ist die Sisyphos ereilende Strafe geworden. Homer nennt keinen Grund für die Strafe, weshalb schon in der Antike verschiedene Autoren unterschiedliche Gründe dafür angeben: Einmal wird Sisyphos für seine <a href="Renitenz" title="Renitenz">Renitenz</a> dem Gott Thanatos gegenüber bestraft, einmal für seine Verschlagenheit, einmal weil er den Göttervater <a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a> an den Flussgott <a href="Asopos_(Gott)" title="Asopos (Gott)">Asopos</a> verrät, weil jener dessen Tochter <a href="Aigina" title="Aigina">Aigina</a> geraubt hat.
</p><p>Schließlich wird er von <a href="Hermes" title="Hermes">Hermes</a> für seinen <a href="Frevel" title="Frevel">Frevel</a> in die <a href="Unterwelt" title="Unterwelt">Unterwelt</a> gezwungen, wo er zur Strafe einen Felsblock auf ewig einen Berg hinaufwälzen muss, der, fast am Gipfel, jedes Mal wieder ins Tal rollt. Dieses Motiv ist schon in der Antike prägend für die Sisyphosrezeption gewesen, heute ist <b>Sisyphusarbeit</b> bzw. <b>Sisyphusaufgabe</b> ein geflügeltes Wort für eine ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Neuzeit wurde Sisyphos durch <a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a>’ Essay <i><a href="Der_Mythos_des_Sisyphos" title="Der Mythos des Sisyphos">Der Mythos des Sisyphos</a></i> zu einer Leitfigur der <a href="Philosophie_des_Absurden" title="Philosophie des Absurden">Philosophie des Absurden</a>. Diese radikale Neuinterpretation belebte die Sisyphos-Rezeption und regte viele weitere neue Deutungen der Sisyphosfigur an.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mythos">Mythos</h2></div>
<p>Sisyphos gilt in der griechischen Mythologie als Sohn des thessalischen Königs <a href="Aiolos_(Stammvater)" title="Aiolos (Stammvater)">Aiolos</a>, als Gründer und König von Korinth und als Großvater des <a href="Bellerophon" title="Bellerophon">Bellerophon</a>.
</p><p><a href="Ino" title="Ino">Ino</a> hatte im Wahn <a href="Melikertes" title="Melikertes">Melikertes</a>, ihren eigenen Sohn, getötet und sich mit dem Leichnam ins Meer gestürzt, als sie wieder zu Sinnen kam. Ein Delphin brachte den Knaben an Land. Sisyphos fand ihn, begrub ihn auf dem <a href="Isthmus_von_Korinth" title="Isthmus von Korinth">Isthmus von Korinth</a> und stiftete ihm laut <a href="Pindar" title="Pindar">Pindar</a> und anderen zu Ehren die <a href="Isthmische_Spiele" title="Isthmische Spiele">Isthmischen Spiele</a>,<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> für die auch <a href="Theseus" title="Theseus">Theseus</a> und <a href="Poseidon" title="Poseidon">Poseidon</a> als Stifter genannt werden.
</p><p>Sisyphos befragte das <a href="Orakel_von_Delphi" title="Orakel von Delphi">Orakel von Delphi</a>, wie er seinen Bruder <a href="Salmoneus" title="Salmoneus">Salmoneus</a> töten könne. Darauf erhielt er die Antwort, dass er Kinder mit <a href="Tyro" title="Tyro">Tyro</a>, der Tochter des Salmoneus, zeugen solle. Diese würden dann Salmoneus töten. Er ließ sich mit Tyro ein, und sie schenkte zwei Söhnen das Leben. Als sie jedoch von dem Orakel hörte, tötete sie ihre eigenen Kinder.
</p><p><a href="Autolykos_(Sohn_des_Hermes)" title="Autolykos (Sohn des Hermes)">Autolykos</a> stahl heimlich Rinder, Schafe und Ziegen des Sisyphos. Der bemerkte, dass seine Herden kleiner wurden, während die des Autolykos weiter zunahmen. Er markierte seine Tiere an den Hufen und konnte so den Diebstahl nachweisen. Er begab sich zu Autolykos, um ihn zur Rede zu stellen. Da er diesen aber nicht antraf, verführte er dessen Tochter <a href="Antikleia_(Tochter_des_Autolykos)" title="Antikleia (Tochter des Autolykos)">Antikleia</a>, die kurze Zeit später <a href="Laertes_(Mythologie)" title="Laertes (Mythologie)">Laertes</a> heiratete und <a href="Odysseus" title="Odysseus">Odysseus</a> gebar.
</p><p>Sisyphos wird als der verschlagenste aller Menschen bezeichnet; er verriet die Pläne des <a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a>, indem er dem Flussgott <a href="Asopos_(Gott)" title="Asopos (Gott)">Asopos</a> mitteilte, dass es Zeus sei, der seine Tochter <a href="Aigina" title="Aigina">Aigina</a> entführt habe. Zeus beschloss daraufhin, Sisyphos zu bestrafen, und schickte <a href="Thanatos_(Mythologie)" title="Thanatos (Mythologie)">Thanatos</a>, den Tod, zu ihm. Aber Sisyphos überwältigte ihn, indem er ihn betrunken machte und ihm so starke Fesseln anlegte, dass des Todes Macht gebrochen war und niemand mehr starb. Erst als der Kriegsgott <a href="Ares" title="Ares">Ares</a> den Tod aus der Gewalt von Sisyphos befreite (da es ihm keinen Spaß machte, dass seine Gegner auf dem Schlachtfeld nicht mehr starben), konnte Thanatos wieder seines Amtes walten.
</p><p>Sisyphos aber wurde vom Kriegsgott ins Schattenreich entführt. Doch bevor Ares das tat, verbot Sisyphos seiner Frau <a href="Merope_(Tochter_des_Atlas)" title="Merope (Tochter des Atlas)">Merope</a>, ihm ein Totenopfer darzubringen. Als keine Opfer für ihn dargebracht wurden, überredete er den Gott der <a href="Unterwelt_der_griechischen_Mythologie" title="Unterwelt der griechischen Mythologie">Unterwelt</a>, <a href="Hades" title="Hades">Hades</a>, ihn schnell in die Menschenwelt zurückkehren zu lassen, um seiner Frau zu befehlen, für ihn ein Totenopfer zu halten. Wieder zu Hause, genoss der Listige das Leben an der Seite seiner Frau und spottete über den Gott der Unterwelt. Doch plötzlich tauchte Thanatos vor ihm auf und brachte ihn mit Gewalt ins Totenreich.
</p>
<p>Sisyphos’ Strafe in der Unterwelt bestand darin, einen Felsblock einen steilen Hang hinaufzurollen. Ihm entglitt der Stein jedoch stets kurz vor Erreichen des Gipfels und er musste immer wieder von vorne anfangen. Heute nennt man deshalb eine Aufgabe, die trotz großer Mühen nie abgeschlossen wird, <i>Sisyphusarbeit</i>.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Und weiter sah ich den Sisyphos in gewaltigen Schmerzen: wie er mit beiden Armen einen Felsblock, einen ungeheuren, fortschaffen wollte. Ja, und mit Händen und Füßen stemmend, stieß er den Block hinauf auf einen Hügel. Doch wenn er ihn über die Kuppe werfen wollte, so drehte ihn das Übergewicht zurück: von neuem rollte dann der Block, der schamlose, ins Feld hinunter. Er aber stieß ihn immer wieder zurück, sich anspannend, und es rann der Schweiß ihm von den Gliedern, und der Staub erhob sich über sein Haupt hinaus.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card"><a href="Homer" title="Homer">Homer</a></span>: <cite style="font-style:normal"><i><a href="Odyssee" title="Odyssee">Odyssee</a></i> 11,593–600. Übersetzung <a href="Wolfgang_Schadewaldt" title="Wolfgang Schadewaldt">Wolfgang Schadewaldt</a></cite></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemein">Allgemein</h3></div>
<p>Spätestens seit der römischen Antike steht bei der Rezeption des Sisyphos vor allem seine Strafe im Mittelpunkt der Rezeption. In der Neuzeit dient die Sisyphosfigur als allgemeinsprachliche <a href="Metapher" title="Metapher">Metapher</a> für sinnlose Mühe: Diese Bedeutung taucht immer wieder in Karikaturen auf; die sprichwörtlich gewordene <i>Sisyphusarbeit</i> bezeichnet eine durch wiederkehrende Muster geprägte, sinnlose Arbeit ohne Ziel und Erfolg. Diese feststehende Redewendung existiert auch im Englischen <i>(Sisyphean task, Sisyphian task<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</i>, Französischen <i>(travail de Sisyphe<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</i>, Polnischen <i>(syzyfowa praca<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</i>, Spanischen <i>(trabajo de Sísifo<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</i>, und Italienischen <i>(fatica di sisifo, lavoro di sisifo<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nach_Camus">Nach Camus</h3></div>
<p>1942 entwickelt der französische Autor <a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a> Sisyphos in dem philosophischen Essay <i><a href="Der_Mythos_des_Sisyphos" title="Der Mythos des Sisyphos">Der Mythos des Sisyphos</a></i> (Originaltitel: <i>Le mythe de Sisyphe. Essai sur l’Absurde</i>) eine Philosophie des <a href="Absurdes" class="mw-redirect" title="Absurdes">Absurden</a>, die eng mit dem <a href="Existentialismus" title="Existentialismus">Existentialismus</a> verwandt ist. Der Essay ist im Zusammenhang mit dem Bühnenstück <i>Caligula</i> (Uraufführung 1945) und dem Roman <i><a href="Der_Fremde" title="Der Fremde">Der Fremde</a></i> (<i>L’Étranger</i>, 1942) zu sehen, da Camus in diesen drei Werken das gleiche Thema behandelt. Auch in <i><a href="Die_Pest" title="Die Pest">Die Pest</a></i> finden sich ähnliche Motive wieder. Die beiden letzten Sätze dieses Essays sind berühmt geworden: „Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Diese radikale Neuinterpretation der Sisyphosqualen hat eine existenzialistische Sichtweise auf den Mythos etabliert und den Umgang mit dem Mythos neu belebt. Von nun an findet sowohl in der Literatur als auch in der bildenden Kunst eine intensive Auseinandersetzung mit dem Mythos statt, die sehr verschiedene Deutungen der Sisyphos-Figur hervorbringt.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sisyphos wird nun verstärkt als <a href="Allegorie" title="Allegorie">Allegorie</a> auf die <a href="Conditio_humana" title="Conditio humana">Conditio humana</a> gelesen. Diese Deutung war zwar schon in der Antike vorhanden, in der Folge von Camus’ Neubewertung erhält sie aber nun oftmals einen affirmativen, bejahenden Gehalt, Sisyphos’ Tätigkeit wird in der Regel als sinnstiftend beschrieben. Nun tauchen Texte auf, in denen Sisyphos den Stein lobt, etwa Fred Portegies Zwarts 1988 veröffentlichtes Gedicht <i>Sisyphus singt das Lob des Steines.</i>
</p><p>Die Gestalt des Sisyphos wurde 1970 von <a href="Jacques_Monod_(Biologe)" title="Jacques Monod (Biologe)">Jacques Monod</a> als Symbol ausgewählt, um die <a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaft</a> – die sich immer in Frage stellen muss – darzustellen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine häufig anzutreffende Denkfigur nach Camus betrachtet (und verwirft oftmals) die Möglichkeit, dass die Sisyphosqual an ein Ende kommt:
So in dem Schlussabschnitt <i>Sisyphos’ letzter Abstieg</i> des Romans <i>Feuerfunken</i> von Elmar Dod (Münster 2009, S. 187 ff.), dem 3. Band der „nihilistischen“ Romantrilogie <i>Bunte Schleier des Nichts</i> (Bd. 1: <i>Nachtfahrt</i>, Bd. 2: <i>Tag der Erleuchtung</i>, Münster 2006/2007): Sisyphos erkennt, dass die Götter sein Traum sind, und entscheidet sich für einen letzten, befreienden Abstieg in den Abgrund, in den der Stein hinabgerollt war.
</p><p>Eine Variante dieser Lösung besteht darin, dass der Stein auf dem Gipfel liegenbleibt. <a href="Ulla_Hahn" title="Ulla Hahn">Ulla Hahn</a> beispielsweise stellt diese Lösung 1988 in der <i>Ballade von S.</i> in Frage. Sisyphos ist auf seine Qual angewiesen: „S. war // S. nur wenn er den Felsen rührte […] S. hatte überlebt. Zu leben / nicht gelernt. […]“<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ähnlich <a href="G%C3%BCnter_Kunert" title="Günter Kunert">Günter Kunert</a>, der 1992 in <i>Neues von Sisyphos</i> beschreibt, wie Sisyphos nach einer kurzen Phase des Triumphs den Stein selbst wieder hinabstößt, nachdem er sonst keine Arbeit bekommen kann.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch im ironischen Gedicht <i>Sisyphus</i> von <a href="Robert_Garioch" title="Robert Garioch">Robert Garioch</a> verursacht Sisyphus den Sturz des Steins selbst, um seine Tätigkeit und damit sein Einkommen zu sichern: „Aber wie kam’s nur, daß er dem Fels einen winzigen Schubs gab? / Rasant rumpelt runter zum Talgrund der herzlose Felsklotz, / Sisyphus wankt hinterdrein: seines Einkommens jedenfalls sicher.“<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
<a href="G%C3%BCnter_Grass" title="Günter Grass">Günter Grass</a> bezeichnet Sisyphus als seinen Privatheiligen und vergleicht das Ende der Sisyphusarbeit mit gefährlichen Utopien: „Sisyphus ist nichts anderes als das Wissen, dass der Stein oben nicht liegen bleibt – und dann das Jasagen dazu. Für mich gäbe es keine schrecklichere Vorstellung als die, dass der Stein eines Tages oben liegen bliebe. […] Alle Utopien arbeiten mit der Verheißung: Der Stein wird, wenn alles so läuft, wie es meine Utopie vorschreibt, eines Tages oben liegen.“<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine andere Variante, wie die Qual zu ihrem Ende kommt, wird im Abnutzen des Steins gesehen: <a href="Erich_Fried" title="Erich Fried">Erich Fried</a> publiziert 1967 das Gedicht <i>Vorahnung des Endsiegs</i>, dessen Titel das Ende der Sisyphusarbeit mit dem Holocaust assoziiert. Es beschreibt die Angst Sisyphos’ vor der Abnutzung des Steins. Das Gedicht schließt mit der Frage „Was bleibt? // Nichts als die Qual / seine Qual / überlebt zu haben“. Auch in <a href="Heiner_M%C3%BCller" title="Heiner Müller">Heiner Müllers</a> Fragment <i>Traktor</i> („Gegenseitige Abnutzung von Mann Stein Berg […] Oder bis zu dem denkbaren Nullpunkt: niemand bewegt auf einer Fläche nichts.“<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) und in <a href="Hans-Ulrich_Treichel" title="Hans-Ulrich Treichel">Hans-Ulrich Treichels</a> Gedicht <i>Sisyphos’ Dementi</i> wird die Möglichkeit der Abnutzung thematisiert, wenn auch mit anderer Bewertung: „Und der Stein war schon bald / nur noch der Rest des Steins. / Vor ein paar Jahren ist er mir / in den Ausguß gerutscht.“<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="DDR">DDR</h3></div>
<p>Eine dritte Variante besteht darin, dass Sisyphos den Stein einfach liegenlässt. Diese wird oftmals in der Literatur der DDR als Parabel auf einen Ausweg aus dem Sozialismus verwendet. <a href="G%C3%BCnter_Kunert" title="Günter Kunert">Günter Kunert</a> bezieht die Sisyphusarbeit in seinem Gedicht <i>Sisyphos 1982</i> auf den Kommunismus mit einem Zitat aus <a href="Berthold_Brecht" class="mw-redirect" title="Berthold Brecht">Brechts</a> <i>Lob des Kommunismus</i> „[…] »Das Einfache / das schwer zu machen ist«: / Den Stein endlich zurückrollen lassen / wohin er gehört.“<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Diese Hoffnung bringt auch <a href="Volker_Braun" title="Volker Braun">Volker Braun</a> in seinem 1965/68 publizierten Gedicht <i>Das Vogtland.</i> zum Ausdruck: Wie bei vielen Schriftstellerinnen und Schriftstellern in der DDR verkörpert Sisyphos den Alltagsmenschen. Die Werktätigen in der DDR in ihrem Alltag werden als „tüchtige Söhne / Sisyphos'“ bezeichnet. Dem den Alltagstrott verkörpernden Sisyphos setzt Braun die mythologische Figur des <a href="Herakles" title="Herakles">Herakles</a> entgegen und die Hoffnung auf eine Veränderung: „bis wir am Hang / Verharren jetzt und lassen die Last / Rollen, den Zorn, ins Tal“.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine ähnliche Perspektive auf den Alltag der DDR findet sich, mit einer feministischen Wendung, im 1974 veröffentlichten Gedicht <i>Frau Sisyphos</i> von Christa Alten: Die Schilderung des Alltags der überarbeiteten Frau endet mit der Frage „Täglich Frau Sisyphos / ihr erschöpftes Gesicht, / bei Engels, Lenin, wie lange noch?“<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch <a href="Manfred_Jendryschik" title="Manfred Jendryschik">Manfred Jendryschik</a> denkt an ein Ende der Sisyphusarbeit, indem er der Arbeit des Sisyphos den Sinn gibt, den Felsblock am Hang abzuschleifen, bis er die geeignete Größe hat, um als Waffe gegen seinen Wärter eingesetzt zu werden.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der bildenden Kunst der DDR vollzieht sich um 1972 ein Wandel bei der mythologisierenden Darstellung von Arbeitern: Wurde <a href="Herakles" title="Herakles">Herakles</a> als Sinnbild des Arbeiters aufgefasst, so wird nun Sisyphos zur paradigmatischen Metapher für den Arbeiter.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die prägnantesten Beispiele dafür sind die Bilder <a href="Wolfgang_Mattheuer" title="Wolfgang Mattheuer">Wolfgang Mattheuers</a>: <i>Die Flucht des Sisyphos</i>,<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <i>Sisyphos behaut den Stein</i><sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <i>Der übermütige Sisyphos und die Seinen</i>,<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die auch zum Teil literarisch verarbeitet wurden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Naranath_Bhranthan">Naranath Bhranthan</h2></div>
<p>Wie anders die Interpretation desselben Bilds in einem anderen als dem abendländischen Kontext ausfallen kann, zeigt der altindische Mythos von Naranath Bhranthan, auch „the madman of Naranam“ genannt: So wie Sisyphos wälzte auch er immer wieder, allerdings anders als dieser freiwillig, einen riesigen Stein einen hohen Berg hinauf, jedoch nur, um sich anschließend wie unbändig am Zurückrollen des Steins ins Tal zu erfreuen. Der nach ihm benannte Berg <i>Naranathu Brandhan Mala</i> im Distrikt <a href="Palakkad" title="Palakkad">Palakkad</a> des südindischen Bundesstaats <a href="Kerala" title="Kerala">Kerala</a> ist alljährlich Mitte Oktober Ziel zahlreicher Pilger.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ul><li><i><a href="Bibliotheke_des_Apollodor" title="Bibliotheke des Apollodor">Bibliotheke des Apollodor</a></i> 1,50; 1,85; 2,30; 3,29; 3,110; 3,157</li>
<li><a href="Diodor" title="Diodor">Diodor</a>, <i>Bibliotheke</i> 6,63</li>
<li>Diodor, <i>Fragmente</i> 90; 120; 121; 123; 124</li>
<li><a href="Hesiod" title="Hesiod">Hesiod</a>, <i>Eoien</i> 10,26; 10,43a</li>
<li><a href="Homer" title="Homer">Homer</a>, <i><a href="Ilias" title="Ilias">Ilias</a></i> 6,154</li>
<li>Homer, <i><a href="Odyssee" title="Odyssee">Odyssee</a></i> 11,593</li>
<li><a href="Hyginus_Mythographus" title="Hyginus Mythographus">Hyginus Mythographus</a>, <i>Astronomica</i> 2,21</li>
<li>Hyginus Mythographus, <i><a href="Genealogiae" title="Genealogiae">Fabulae</a></i> 60; 201; 239; 250</li>
<li><a href="Lykophron_aus_Chalkis" title="Lykophron aus Chalkis">Lykophron</a>, <i>Alexandra</i> 3,1027</li>
<li><a href="Pausanias" title="Pausanias">Pausanias</a>, <i>Reisen in Griechenland</i> 2,1,3; 2,2,2; 2,3,11; 2,4,3; 2,5,1; 6,20,19; 9,17,6; 9,24,3; 9,34,7; 10,4,10; 10,30,5; 10,31,10</li>
<li><a href="Albert_Camus" title="Albert Camus">Albert Camus</a>: <i><a href="Der_Mythos_des_Sisyphos" title="Der Mythos des Sisyphos">Der Mythos des Sisyphos</a>. Ein Versuch über das Absurde.</i> (<i>Le mythe de Sisyphe</i>, 1942). Rauch, Bad Salzig/Düsseldorf 1950.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Erich_Wilisch" title="Erich Wilisch">Erich Wilisch</a>: <i>Sisyphos</i>. In: <a href="Wilhelm_Heinrich_Roscher" title="Wilhelm Heinrich Roscher">Wilhelm Heinrich Roscher</a> (Hrsg.): <i><a href="Ausf%C3%BChrliches_Lexikon_der_griechischen_und_r%C3%B6mischen_Mythologie" title="Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie">Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie</a></i>. Band 4, Leipzig 1915, Sp. 958–972 (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.archive.org/details/ausfhrlichesle04roscuoft/page/n484/mode/1up">Digitalisat</a></span>).</li>
<li><a href="Bernd_Seidensticker" title="Bernd Seidensticker">Bernd Seidensticker</a>, <a href="Antje_Wessels_(Altphilologin)" title="Antje Wessels (Altphilologin)">Antje Wessels</a>: <i>Sisyphos. Texte von Homer bis Günter Kunert.</i> Reclam, Leipzig 2001, ISBN 3-379-01738-8 (Anthologie, rund 100 Texte; <a rel="nofollow" class="external text" href="http://lbib.de/Mythos-Sisyphos-Texte-von-Homer-bis-Guenter-Kunert-Bernd-Seidensticker-22860">Inhaltsverzeichnis</a>).</li>
<li><a href="Berthold_Hinz" title="Berthold Hinz">Berthold Hinz</a>: <i>Sisyphos.</i> In: <a href="Maria_Moog-Gr%C3%BCnewald" title="Maria Moog-Grünewald">Maria Moog-Grünewald</a> (Hrsg.): <i>Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart</i> (= <i><a href="Der_Neue_Pauly" title="Der Neue Pauly">Der Neue Pauly</a>. Supplemente.</i> Band 5). Metzler, Stuttgart/Weimar 2008, ISBN 978-3-476-02032-1, S. 662–664.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Sisyphus?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Sisyphos</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Sisyphus" class="extiw external" title="wikt:Sisyphus">Wiktionary: Sisyphus</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.mythoskop.de/w224">Datensatz „Sisyphos“ im Mythoskop, dem Webportal zu antiken Mythen</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.maicar.com/GML/Sisyphus.html">Sisyphos im Greek Mythology Link</a> (englisch)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.geo.de/geolino/redewendungen/8627-rtkl-redewendung-sisyphusarbeit"><i>Sisyphusarbeit.</i></a> In: <i>GEOlino.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 28. Dezember 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=Sisyphusarbeit&rft.description=Sisyphusarbeit&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.geo.de%2Fgeolino%2Fredewendungen%2F8627-rtkl-redewendung-sisyphusarbeit&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Sisyphusarbeit"><i>Duden | Sisyphusarbeit | Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=Duden+%7C+Sisyphusarbeit+%7C+Rechtschreibung%2C+Bedeutung%2C+Definition%2C+Herkunft&rft.description=Duden+%7C+Sisyphusarbeit+%7C+Rechtschreibung%2C+Bedeutung%2C+Definition%2C+Herkunft&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.duden.de%2Frechtschreibung%2FSisyphusarbeit&rft.language=de"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bruno_Snell" title="Bruno Snell">Bruno Snell</a>, <a href="Herwig_Maehler" title="Herwig Maehler">Herwig Maehler</a> (Hrsg.): <i>Pindari Carmina cum fragmentis.</i> Pars 2: <i>Fragmenta. Indices.</i> Teubner, Leipzig 1989, Fragment 6,5 (1); so auch <i><a href="Bibliotheke_des_Apollodor" title="Bibliotheke des Apollodor">Bibliotheke des Apollodor</a></i> 3,4,3; <a href="Pausanias" title="Pausanias">Pausanias</a> 2,1,3</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.merriam-webster.com/dictionary/Sisyphean"><i>Definition of SISYPHEAN.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=Definition+of+SISYPHEAN&rft.description=Definition+of+SISYPHEAN&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.merriam-webster.com%2Fdictionary%2FSisyphean&rft.language=en"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://littre.reverso.net/dictionnaire-francais/definition/sisyphe/68909"><i>sisyphe : définition de sisyphe, citations, exemples et usage pour sisyphe dans le dictionnaire de français Littré adapté du grand dictionnaire de la langue française d'Emile Littré.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=sisyphe+%3A+d%C3%A9finition+de+sisyphe%2C+citations%2C+exemples+et+usage+pour+sisyphe+dans+le+dictionnaire+de+fran%C3%A7ais+Littr%C3%A9+adapt%C3%A9+du+grand+dictionnaire+de+la+langue+fran%C3%A7aise+d%27Emile+Littr%C3%A9&rft.description=sisyphe+%3A+d%C3%A9finition+de+sisyphe%2C+citations%2C+exemples+et+usage+pour+sisyphe+dans+le+dictionnaire+de+fran%C3%A7ais+Littr%C3%A9+adapt%C3%A9+du+grand+dictionnaire+de+la+langue+fran%C3%A7aise+d%27Emile+Littr%C3%A9&rft.identifier=http%3A%2F%2Flittre.reverso.net%2Fdictionnaire-francais%2Fdefinition%2Fsisyphe%2F68909"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/deutsch-polnisch/Sisyphus?bidir=1"><i>Sisyphus - Deutsch-Polnisch Übersetzung | PONS.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=Sisyphus+-+Deutsch-Polnisch+%C3%9Cbersetzung+%7C+PONS&rft.description=Sisyphus+-+Deutsch-Polnisch+%C3%9Cbersetzung+%7C+PONS&rft.identifier=https%3A%2F%2Fde.pons.com%2F%25C3%25BCbersetzung%2Fdeutsch-polnisch%2FSisyphus%3Fbidir%3D1"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dict.leo.org/spanisch-deutsch/S%C3%ADsifo"><i>Sísifo - LEO: Übersetzung im Spanisch ⇔ Deutsch Wörterbuch.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=S%C3%ADsifo+-+LEO%3A+%C3%9Cbersetzung+im+Spanisch+%E2%87%94+Deutsch+W%C3%B6rterbuch&rft.description=S%C3%ADsifo+-+LEO%3A+%C3%9Cbersetzung+im+Spanisch+%E2%87%94+Deutsch+W%C3%B6rterbuch&rft.identifier=https%3A%2F%2Fdict.leo.org%2Fspanisch-deutsch%2FS%25C3%25ADsifo"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dict.leo.org/italienisch-deutsch/sisyphusarbeit"><i>sisyphusarbeit - LEO: Übersetzung im Italienisch ⇔ Deutsch Wörterbuch.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 16. September 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ASisyphos&rft.title=sisyphusarbeit+-+LEO%3A+%C3%9Cbersetzung+im+Italienisch+%E2%87%94+Deutsch+W%C3%B6rterbuch&rft.description=sisyphusarbeit+-+LEO%3A+%C3%9Cbersetzung+im+Italienisch+%E2%87%94+Deutsch+W%C3%B6rterbuch&rft.identifier=https%3A%2F%2Fdict.leo.org%2Fitalienisch-deutsch%2Fsisyphusarbeit"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Übersetzung von Vincent Wroblewsky zit. n. Albert Camus: <i>Der Mythos des Sisyphos.</i> zit. n.: <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 112–115.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Für den gesamten Abschnitt vgl. auch den Abschnitt <i>Der glückliche Mensch? Sisyphos nach Camus.</i> von Antje Wessels, Bernd Seidensticker <i>Nachwort.</i> In: <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 246–253.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Jacques Monod: <i><a href="Zufall_und_Notwendigkeit" title="Zufall und Notwendigkeit">Zufall und Notwendigkeit</a>. Philosophische Fragen der modernen Biologie.</i> dtv, 1996, ISBN 3-423-01069-X, S. 17. Als Motto vorangestelltes Zitat von Camus: <i>Der Mythos von Sisyphos</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulla Hahn: <i>Ballade von S.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 161.</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Günter Kunert: <i>Neues von Sisyphos.</i> In: <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 135.</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Robert Garioch: <i>Sisyphus.</i> aus dem Schottischen übersetzt von Sabine Lucia Müller zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 227.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Günter Grass in <i>Die Zeit.</i> vom 1. Juli 1999, zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 134.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Heiner Müller: <i>Traktor.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 215.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Ulrich Treichel: <i>Sisyphos Dementi.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S 156.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Günter Kunert: <i>Sisyphos 1982.</i> In: <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 194.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Volker Braun: <i>Das Vogtland.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 213–214.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Christa Alten: <i>Frau Sisyphos.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 187.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Manfred Jendryschick: <i>Die bekannte Situation, I.</i> zit. n. <i>Mythos Sisyphos.</i> S. 158.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. das Kapitel <i>Real existierender Sisyphos.</i> In: Peter Arlt: <i>Die Flucht des Sisyphos. Griechischer Mythos und Kunst – Eine europäische Bildtradition, ihre Aktualität in der DDR und heute.</i> Kunstverlag, Gotha 2008, S. 83–103.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Mattheuer: <i>Die Flucht des Sisyphos.</i> 1972, Öl auf Hartfaser, 96 cm × 118 cm, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister. Abgebildet in <i>Die Flucht des Sisyphos.</i> S. 85.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Mattheuer: <i>Sisyphos behaut den Stein.</i> 1974, Öl auf Hartfaser, 96 cm × 119,5 cm, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister. Abgebildet in <i>Die Flucht des Sisyphos</i> S. 86.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Mattheuer: <i>Der übermütige Sisyphos und die Seinen</i> 1976, Öl auf Leinwand, 200 cm × 200 cm, Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Galerie Neue Meister. Abgebildet in <i>Die Flucht des Sisyphos.</i> S. 88.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.naranathubranthan.com">Introduction</a>, zuletzt abgerufen am 10. August 2013 (englisch).</span>
</li>
</ol>
<table class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1" style="border-collapse:collapse; border-style:solid; margin-top: 1em; text-align:center; width:100%;"><tbody><tr style="vertical-align:bottom;"><th style="width:35%;">Vorgänger</th><th style="width:30%;">Amt</th><th style="width:35%;">Nachfolger</th></tr><tr style="vertical-align:top;"><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Iason" title="Iason">Iason</a></td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><span style="font-weight:bold;"><a href="Liste_der_K%C3%B6nige_von_Korinth" title="Liste der Könige von Korinth">König von Korinth</a></span> <br>14. Jahrh. v. Chr.<br>(fiktive Chronologie)</td><td class="rahmenfarbe1" style="border-style:solid none; line-leight:120%;"><a href="Glaukos_(Sohn_des_Sisyphos)" title="Glaukos (Sohn des Sisyphos)">Glaukos</a></td></tr></tbody></table>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/118614797">118614797</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/no2014082839">no2014082839</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/67258418/">67258418</a></span> | </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2025-05-11" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=Sisyphos&oldid=255921385">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>
</body></html>